Lokalisation, Ausmaß und Art des Schlaganfalls (ischämisch oder hämorrhagisch) bestimmen dabei die Funktionserholung maßgeblich. Man unterscheidet dabei unterschiedliche Arten der Regeneration. Während bei einer spontanen Regeneration, nicht abrufbare Bewegungsabläufe plötzlich und ohne Zutun des Patienten wieder abrufbar werden (dies geschieht meistens in einem sehr nahen Zeitfenster unmittelbar nach dem Schlaganfall), müssen in späteren Phasen verlorene motorische Fähigkeiten zumeist mühsam neu erlernt werden.
Motorisches Lernen wird durch ständige Wiederholungen der Bewegungsabläufe sowie einer steigenden Intensität am besten gefördert. Wiederholungen sind einer der maßgeblichen Einflussfaktoren um Hirnareale neu zu vernetzen und Bewegungen wieder abrufbar zu machen. Wichtig ist dabei, ein möglichst physiologisches Bewegungsmuster zu trainieren. Robotikgestützte Trainings- und Therapiegeräte sind hierbei wichtige Helfer und ermöglichen eine hohe Qualität der Bewegungsabfolgen sowie die nötigen hohen Wiederholungszahlen. Ein robotikgestützter Gangtrainer wie zum Beispiel der Lyra von Thera-Trainer oder der Lokomat von Hocoma können, wenn ausreichend intensiv angewendet, neue Möglichkeiten eröffnen und Betroffene wieder aus dem Rollstuhl holen.

Der Handroboter Amadeo von der Firma Tyromotion ermöglicht, Greifbewegung gezielt zu trainieren, auch wenn der Betroffene aufgrund einer hohen Spastik an eine Verbesserung kaum zu denken gewagt hätte.



